Baum des Jahres


 - alle Arten von heute bis 1989










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   Kuratorium "Baum des Jahres"
   "Baum des Jahrtausends"

Riesige Rot-Föhre
Baum des Jahres
2007



Wald-Kiefer
Pinus sylvestris




Foto:
J. Tönnießen /
www.baum-des-jahres.de


Jahr
 Botanischer Name  Deutscher Name
Grund der Vergabe
2007
 Pinus sylvestris L.  Gemeine Kiefer,
 Wald-Kiefer,
 Rot-Föhre
Zäher Überlebenswille selbst bei widrigsten Bedingungen: Sie
kommt nicht nur mit sehr wenig Erde und auch Wasser aus, sie
trotzt sogar extremer Trockenheit. Eine ideale Baumart im Zuge
der Klimaerwärmung...
2006
 Populus nigra L.  Europäische
 Schwarz-Pappel
Gefährdung durch Veränderung der immer seltener werdenden bevorzugten natürlichen Flussauen: In ganz Deutschland gibt es
nur noch 3.000 ausgewachsene Exemplare!
2005
 Aesculus hippocastanum L.  Gemeine oder
 Weiß blühende
 Rosskastanie
Der äußerst beliebte Baum für die Stadt, für Parks, Alleen und Biergärten ist bedroht durch die Rosskastanien-Miniermotte: Die Larven zerfressen die Blätter und schwächen den Baum. Da natürliche Feinde fehlen, kann nur der Mensch helfen...
2004
 Abies alba Mill.  Weiß-Tanne Vom Aussterben bedroht, da sie äußerst empfindlich auf Luftschad-stoffe, Klimaveränderungen und Trockenheit reagiert; steht für eine naturgerechte, nachhaltige Waldwirtschaft in Bergregionen
2003
 Alnus glutinosa L.  Schwarz-Erle Hervorragender Uferschutzbaum während der Jahrhundertflut im August 2002 in Nord-Ost-Deutschland; Gefährdung des bevorzugten Lebensraumes (Auen- und Bruchwälder); Bedrohung durch ein neuartiges Erlensterben, Verursacher: Phytophthora-Pilz
2002
 Juniperus communis L.  Wacholder Steht in einigen europäischen Staaten unter Naturschutz und in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen
2001
 Fraxinus excelsior L.  Esche Schönheit und Besonderheit;
Erhöhung des Bekanntheitsgrades
2000
 Betula pendula Roth.  Sand-Birke Wichtige Rolle bei schneller Wiederbewaldung;
Lebensraum für viele Pilze und Tiere
1999
 Salix alba L.  Silber-Weide Seltener Auwaldbaum
1998
 Pyrus communis L.  Wild-Birne Sehr seltene einheimische Wildobstart;
Aufhalten des Bestandsrückganges
1997
 Sorbus aucuparia L.  Eberesche Früchte ökologisch sehr wertvoll für die Ernährung von Vögeln
1996
 Carpinus betulus L.  Hainbuche Große ökologische Bedeutung als widerstandsfähige Hecke
1995
 Acer platanoides L.  Spitz-Ahorn Wirtschaftlich sehr wertvolles Holz
1994
 Taxus baccata L.  Eibe Förderung der vermehrten Anpflanzung in Mischwäldern, da Verdrängung aus unserem Wirtschaftswald
1993
 Sorbus domestica L.  Speierling Vom Aussterben bedroht;
Erhöhung des Bekanntheitsgrades
1992
 Ulmus glabra Huds.  Berg-Ulme Bedrohung durch ein neuartiges Ulmensterben, Verursacher: Blaufäulepilz, verbreitet durch den Ulmensplintkäfer
1991
 Tilia platyphyllos Scop.  Sommer-Linde "Freiheitsbaum" - Symbol für Freiheit und Frieden zur deutschen Wiedervereinigung im Oktober 1990
1990
 Fagus sylvatica L.  Rot-Buche Gefährdung durch neuartige Waldschäden
1989
 Quercus robur L.  Stiel-Eiche Gefährdung durch neuartige Waldschäden

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Das Kuratorium "Baum des Jahres" (KBJ) vergibt jedes Jahr zwischen Mitte Oktober bis Mitte November
den "Baum des Jahres" für das darauf folgende Jahr.
Die Kriterien zur Auswahl eines "Baum des Jahres" sind unterschiedlich:
• vom Aussterben bedroht (Weiß-Tanne, Speierling)
• Seltenheit (Wacholder, Wild-Birne)
• Symbolcharakter für einen gefährdeten Lebensraum (Schwarz-Erle, Silber-Weide)
• Gefährdung durch Veränderung des Lebensraumes (Schwarz-Pappel)
• Gefährdung durch neuartige Waldschäden (Weiß-Tanne, Rot-Buche, Stiel-Eiche)
• Gefährdung durch neuartige Baumkrankheiten (Rosskastanie, Schwarz-Erle, Berg-Ulme)
• Verdrängung aus unserem Wirtschaftswald (Eibe)
• wirtschaftliche Bedeutung (Sand-Birke, Spitz-Ahorn)
• ökologische Bedeutung (Wald-Kiefer, Sand-Birke, Eberesche, Hainbuche)
• Bedeutung eines Baumes für den Menschen (Sommer-Linde)
• Beliebtheit, Schönheit oder Besonderheit (Rosskastanie, Esche).
Grundsätzlich kann jede heimische Baumart einmal "Baum des Jahres" werden...
Ziel der Ausrufung eines "Baum des Jahres" ist es:
• auf diesen Baum öffentlich aufmerksam zu machen (in den Medien)
• Interesse und Sympathie für ihn zu wecken (in der Bevölkerung, beim Fachpublikum)
• das Wissen über ihn zu vertiefen (z.B. Fachartikel, Fachvorträge, im Schulunterricht)
• ein Bewusstsein für seine Bedürfnisse zu schaffen und die Bereitschaft hervorrufen, zu Lösungen aktiv beizutragen
• zur Beschäftigung mit ihm anzuregen (unterschiedliche Aktivitäten wie Pflanzaktionen, Patenschaften, Wettbewerbe)
• diese Baumart zu fördern und zu erhalten (spezielle Schutzprogramme, Pflegemaßnahmen, Vermehrungen, Pflanzungen, Gen-Erhaltungsmaßnahmen).
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Das Kuratorium "Baum des Jahres" (KBJ) wurde im Jahre 1991 in Berlin gegründet. Es stellte damit die Aktivitäten des Umweltschutzvereins Wahlstedt/Holst in Schleswig-Holstein auf eine breite Basis, der mit seiner Aktion "Rette die Bäume - Rette den Wald" 1989 erstmalig die Stiel-Eiche zum "Baum des Jahres" auswählte -
die Idee des Vorsitzenden Dr. Silvius Wodarz. Seither treffen sich die Mitglieder des KBJ einmal jährlich.
Der Vorsitzende und Mitbegründer des KBJ ist Dr. Silvius Wodarz.
Der stellvertretende Vorsitzende des KBJ ist Prof. Dr. Andreas Roloff.
Das KBJ setzt sich zusammen aus 27 Mitgliedern:
• namhafte Persönlichkeiten (z.B. Dr. Dirk Dujesiefken - Institut für Baumpflege, Prof. Dr. Andreas Roloff - Institut für Forstbotanik und Forstzoologie)
• bedeutende Natur- und Umweltverbände (z.B. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Schutzgemeinschaft Deutscher Wald).
Die Aufgaben des KBJ sind folgende:
• Auswahl eines "Baum des Jahres" (schriftliche Abstimmung aus drei Baumarten, zuvor vorgeschlagen auf einer wissenschaftlichen Tagung)
• Ausrufung des "Baum des Jahres" (jedes Jahr zwischen Mitte Oktober bis Mitte November für das kommende Jahr)
• Öffentlichkeitsarbeit für den ausgewählten "Baum des Jahres" (Einbeziehung der Medien, Erstellung von Informationsmaterialien, Aufruf zu Aktivitäten, Aktionen zum "Tag des Baumes").
Das Motto des KBJ lautet: "Menschen für Bäume für Menschen".
Das KBJ möchte Menschen für Bäume gewinnen, da Bäume für Menschen lebenswichtig sind!
 
Zum 10-jährigen Jubiläum "Baum des Jahres" im Jahre 1998 eröffnete das KBJ die Tradition einer jährlich wechselnden Schirmherrschaft für den gekürten Baum. Die erste Schirmherrschaft übernahm Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Präsident des Wuppertalinstituts für Klima, Umwelt und Energie. Er unterstützte die selten gewordene Wild-Birne (Pyrus communis), die zugleich stellvertretend für andere Wildobstarten steht.
 
Zum Jahrtausendwechsel 1999/2000 proklamierte das KBJ gemeinsam mit seinem Mitglied Ben Wargin, Berliner Künstler, den Ginkgo biloba (Fächerblattbaum) zum "Baum des Jahrtausends" als Mahnmal für Frieden und Umweltschutz. Der Ginkgo ist ein Überlebenskünstler aus der Jura- und Kreidezeit - somit 250-300 Mio. Jahre alt und ein lebendes Fossil, mit hervorragenden Eigenschaften.
 
(Quellen: www.baum-des-jahres.de, Broschüren des KBJ zum "Baum des Jahres", www.wetter-mensch-natur.de, www.sdw.de)
 
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   Claudia Trageser
trageser@gartenagentin.de
   (Januar 2007)
   



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