Holzzersetzende Pilze an Bäumen


Zottiger Schillerporling - Inonotus hispidus

Fäuleart: Simultane Weißfäule
Auftreten: Stamm/Krone
Parasitiert Splint- und Kernholz sowie das Kambium.
Da wärmeliebend, im Süden häufiger als im Norden.
Wirtsspektrum: Esche, Platane, Apfel, Walnuss, Japanischer Schnurbaum, Linde, Bergahorn, Ulme, selten an Nadelbäumen.
Verbreitung: Die Besiedelung erfolgt über Wunden oder Schnittstellen im Ast- oder Rindenbereich und dehnt sich in der Regel im Kronenbereich aus.
Fruchtkörper: Einjährige Fruchtkörper (Juni-September) oft im Bereich von Wunden und Höhlungen, meist in 2-15 m Stammhöhe.
Anfangsstadium polster- oder knollenförmig. Während des Heranreifens werden Wassertropfen gebildet.
Später halbkreis- oder hufeisenförmige, bis zu 30 cm breite und ca. 10 cm dicke Konsole mit einem anfangs wulstigen, später deutlich dünnerem Rand.
Die leicht wellige, höckerige Oberseite ist zunächst mit einem gelblich-rostroten Filz überzogen, der später zottig wird und langsam verkahlt. Die Oberseite wird dann auffallend rostorange bis braun.
Die Unterseite ist gelblich-braun, Druckstellen färben sich dunkel.
Fruchtkörper nach dem Absterben schwarz, noch lange am Baum haftend.
Auswirkung: Anfangs geringe, später erhebliche Auswirkung auf die Holzfestigkeit. Platanen bilden im Gegensatz zur Esche deutliche Reaktionszonen. Deshalb ist der Befall bei Esche deutlich gefährlicher.
   
   
Literatur: Schwarze, Engels, Mattheck (1999): Holzzersetzende Pilze in Bäumen. Rombach Verlag Freiburg

Klasse: Basidiomycetes
Familie: Hymenochaetaceae

Systematik der Pilze
Liste Pilze an Bäumen


Zottiger Schillerporling
Zottiger Schillerporling


Zottiger Schillerporling


Zottiger Schillerporling
Abgestorbener Fruchtkörper


Wächtershäuser 2009